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Landesamt rät EM-Touristen zu Masern-Impfung Rostock (dpa) - Fußball-Fans, die zur Fußball-Europameisterschaft in die Schweiz oder nach Österreich fahren, sollten nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) auf einen wirksamen Schutz gegen die Masern achten. In der Schweiz sei mit mehr als 2300 Erkrankungen seit November 2006 der größte Masern-Ausbruch seit 1999 zu verzeichnen, teilte das Amt in Rostock mit. Das Virus breite sich vereinzelt auch nach Österreich und Süddeutschland aus. In Mecklenburg-Vorpommern gab es Anfang dieses Jahres sechs Erkrankungen. Ausgangspunkt sei ein 25- jähriger Mann gewesen, der die Schweiz besucht hatte. Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat auf die anhaltenden Masern-Fälle in der Schweiz und Österreich reagiert. Vor der am 7. Juni beginnenden EM werden die Impfpässe sämtlicher Spieler und Betreuer kontrolliert. «Wer keinen Schutz mitbringt, wird sofort geimpft», sagte Teamarzt Tim Meyer jüngst dem Nachrichtenmagazin «Spiegel». Es müsse ja nur ein Spieler erkranken, dann wäre nicht nur für ihn, «sondern womöglich gleich für das gesamte Team die EM gelaufen». In Deutschland wird laut LAGuS allen Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Geburtstag eine zweimalige Masern-, Mumps-, Röteln-Impfung (MMR) empfohlen. Im Schuljahr 2006/2007 waren in Mecklenburg-Vorpommern 92 Prozent der Erstklässler, 90 Prozent der Viertklässler und 91 Prozent der Achtklässler vollständig gegen MMR geimpft. Im Erwachsenenalter gelte die Masern-Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission derzeit nur für Personen nach Kontakt zu Masern-Erkrankten, Personen mit beruflicher Gefährdung - etwa im Gesundheitsdienst oder in Kindereinrichtungen - und für Frauen mit Kinderwunsch. Landesamt für Gesundheit: www.lagus.mv-regierung.de
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